Wunschbilder: Methoden und Ziele

Künstlerisches Ziel des Projekts „Wunschbilder“ ist es, aus dem Spiel Bilder entstehen zu lassen, die Metaphern gleich für das Thema „Glück“ in der besonderen Lebenssituation von Geflüchteten stehen.

Durch das szenische Arbeiten, die gemeinsame Arbeit an einem Drehbuch für Spielsequenzen und an der sorgfältigen Ausstattung entdecken die Beteiligten für sich neue Ausdrucksmöglichkeiten und die Chance, eigene Ziele zu formulieren.

Um die 30 Menschen haben sich an dem Projekt beteiligt. Ein kleiner Kern hat an der Realisierung des ersten Schritts in die Öffentlichkeit gearbeitet, mit einer Ausstellung im Herbst 2017 in der GEDOK Galerie Heidelberg. Der gemeinsame Arbeitsraum wurde für die Zeit der „Zwischenspiel“-Ausstellung in die Galerie verlagert und für jede/n Interessierte/n zugänglich gemacht.

2018 werden die im Fotoatelier Christian Buck inszenierten „Wunschbilder“ im Heidelberger Kunstverein präsentiert.


NOTIZEN zu unseren Methoden / Ziele / Übungen / Arbeitsschritte:

  1. AUFMERKSAMKEIT, WAHRNEHMUNG, MUT entfalten
    • Raum, Selbst, die Anderen, die Zwischenräume
    • Hemmungen (Besprechen: Kulturunterschiede)
    • Körperarbeit, Ausdruck
    • „Plastik“ / „Skulptur“ (Form im Raum)
    • Veränderungen / Modifizierungen (als Künstler / Autor / Regisseur handeln)
  2. GESTEN, Kommunikation ohne Worte
  3. INTERAKTION
    • räumliche Beziehungen zwischen Akteuren
    • Interpretationsmöglichkeiten (z.B. von Innen, von Außen gesehen, gespürt/erfahren vs. gesehen)
  4. Einfache SITUATIONEN, SZENEN mit/ohne Wörter
  5. SZENE VERÄNDERN durch Unterbrechungen, plötzliche Wendungen, addieren, wegnehmen.
    • Einfluss von Außen (ausgeliefert sein)
  6. DIRIGIEREN, AUFSTELLEN, ANWEISUNGEN geben, VORSCHLÄGE machen (*andere Akteure dazu holen).
    • Tableaux vivants („lebende Bilder“) ausprobieren, eine Komposition schaffen
  7. WUNSCHBILDER = sich ein alternatives Ende zu einer (schlechten / schrecklichen) Situation vorstellen: das Unmögliche, das Fantastische, das Absurde
    • Wie sieht es genau aus?
  8. Kamera nutzen, Skizzen machen (sich ein BILD vorstellen, komponieren).
    • Die Teilnehmer müssen nicht selber spielen / zu sehen sein—sie können andere „Stellvertreter“ ins Bild setzen.
  9. INSZENIEREN
    • Was brauchen wir für die Szene? Was müssen wir dafür finden, schaffen?
    • BAUEN, basteln, sammeln, kreieren!
    • Für die Kamera inszenieren (Fotostudio = Raum, wo wir über mehrere Tage arbeiten/aufbauen können)

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